
In meiner Arbeit steht der Farbtyp im Mittelpunkt.
Meine Erfahrung zeigt, dass eine zusätzliche Stilberatung oft gar nicht notwendig ist, wenn der Farbtyp wirklich in der Tiefe analysiert wurde.
Unter Einbeziehung von Persönlichkeit, Wesen und Charaktereigenschaften entsteht eine innere Klarheit,
aus der sich Materialien, Schnitte und Formen fast von selbst ergeben.
Oder sie sortieren sich ganz selbstverständlich aus.
Stimmigkeit entsteht nicht durch feste Regeln oder äußere Vorgaben, sondern durch Resonanz:
durch das Gefühl, dass etwas passt – zum Menschen, zu seiner Energie und zu seiner Ausstrahlung.
Genau aus diesem Grund versteht sich die folgende Übersicht nicht als Stilvorgabe.
Sie ist eine Orientierung.
Ein feines Nachspüren dafür, wie unterschiedliche Farbtypen mit bestimmten Blusenformen harmonieren können.
Delight Spring
zart · klar · clean
Der Delight Spring ist ein sehr klarer, sehr zarter und sehr cleaner Farbtyp. Seine Wirkung ist leicht, kristallin und fast durchscheinend. Er lebt von Feinheit, Bewegung und Transparenz – niemals von Schwere oder Strenge. Dieser Typ braucht fließende, anschmiegsame Materialien, die mit dem Körper arbeiten statt ihn zu formen. Seidig wirkende Stoffe, feine Viskose oder zarte Qualitäten unterstützen seine natürliche Leichtigkeit. Alles, was fest, steif oder kastig ist, nimmt ihm sofort seine Ausstrahlung.
Der Delight Spring darf weich fallen, darf sich bewegen und darf auch Besonderheiten zeigen – solange diese leicht bleiben. Raffinesse ist willkommen, Opulenz nicht. Seine Stärke liegt in der Klarheit und Zartheit, nicht im Dekor.
Wichtig: Die Blusen dürfen den Delight Spring nicht einengen oder strukturieren, sondern ihn umspielen. Schnitte sollten weich sein, Übergänge fließend und Details fein dosiert. Zu viel Stoff, zu schwere Volants oder harte Linien kippen schnell ins Unpassende.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (sehr leicht, clean, weich fallend)
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Wickelbluse (sanft gebunden, ohne Spannung)
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Überbluse (fließend, anschmiegsam)
Optional, sehr reduziert:
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feine Rüschen oder Volants
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besondere Ärmelschnitte (z. B. weich fallender Fledermausärmel)
Gentle Spring
matt · sanft · weich – mit einer Prise Trotz
er Gentle Spring lebt von sanften, matten Farben und einer weichen, warmen Ausstrahlung. Nichts ist grell oder hart – alles wirkt wie leicht „abgepudert“. Genau diese Gedämpftheit ist seine Stärke.
Und trotzdem darf dieser Typ ausbrechen:
Nicht über Lautstärke, sondern über Form, Muster und Details. Der Gentle Spring wirkt besonders stimmig, wenn die Farbwelt ruhig bleibt, aber der Schnitt oder das Design eine kleine Überraschung mitbringt.
Wichtig ist die Balance:
ruhige Farben + lebendigere Form.
Der Gentle Spring kann Boho und Romantik tragen – solange es nicht knallig oder kontrastreich wird. Muster dürfen frech sein, aber bitte weich: eher klein bis mittel, eher verschwommen oder organisch als grafisch-hart. Materialien sollten fließend, matt und angenehm sein.
Zu klar, zu streng oder zu glänzend wirkt schnell fremd. Zu viel Volumen oder zu schwere Stoffe wirken schnell „zu viel“. Gentle Spring braucht Bewegung – aber sanft.
Geeignete Blusenformen
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Wickelbluse (matt, fließend, weich)
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Carmen- / Bauernbluse (Boho-romantisch, gedeckte Pastells)
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Volantbluse (klein, soft, nicht üppig)
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Überbluse (locker, weich fallend)
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Klassische Bluse (wenn sie weich wirkt, nicht steif)
Muster & Details (Gentle Spring darf das):
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Boho-Elemente, leichte Romantik
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dezente Rüschen/Volants
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besondere Ärmel (z. B. Puff-Ärmel in soft)
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freche Muster in ruhiger Farbigkeit (floral, organisch, „verwaschen“)
Classic Spring
lebendig · klar · frisch · verspielt
Der Classic Spring ist der freche, lebhafte Frühling.
Lebendig, humorvoll, präsent – mit einer natürlichen Leichtigkeit, die sofort auffällt. Seine Ausstrahlung ist klar und warm, aber nie zart oder zurückhaltend. Dieser Typ lebt von Bewegung, Farbe und Spielfreude.
Im Gegensatz zum Delight oder Gentle Spring darf der Classic Spring sichtbar sein. Er verträgt witzige Muster, lebendige Kontraste und frische Kombinationen, solange sie klar und warm bleiben. Seine Energie ist sonnig, aktiv und nach außen gerichtet.
Fließende Stoffe unterstützen diese Lebendigkeit besonders gut. Materialien dürfen leicht sein, aber nicht schüchtern. Sie sollen mitgehen, schwingen, Leben zeigen.
Der Classic Spring braucht Ausdruck.
Zu matte, zu gedämpfte oder zu zurückhaltende Looks nehmen ihm seine natürliche Frische.
Wichtig ist:
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klare, warme Farbigkeit
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Bewegung statt Statik
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Freude statt Perfektion
Zu streng, zu minimalistisch oder zu ruhig wirkt schnell langweilig. Der Classic Spring darf Spaß machen – und das darf man sehen.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (klar, frisch, lebendig)
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Polo-Bluse (sportiv-fein, nicht grob)
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Wickelbluse (lebendig gebunden, mit Bewegung)
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Überbluse (leicht, schwungvoll getragen)
Muster & Details (hier ausdrücklich erwünscht):
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witzige, lebendige Muster
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klare Streifen, Punkte, florale Prints
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frische Details, verspielte Akzente
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Bewegung im Stoff, gerne auch Dynamik im Schnitt
Golden Autumn
arm · exotisch · traditionsverbunden · würdevoll
Der Golden Autumn trägt eine tiefe Erd- und Weltverbundenheit in sich.
Seine Wirkung ist warm, ruhig und getragen von Tradition. Dieser Farbtyp verkörpert nicht das Ursprüngliche des Waldes wie der True Autumn, sondern eine kultivierte, gereifte Form von Natur – geprägt von Erfahrung, Geschichte und Dankbarkeit für das Leben.
Er strahlt etwas Orientalisches aus, ohne exotisch wirken zu wollen. Seine Farben erinnern an Gewürze, Erde, Goldstaub und Sonne auf warmer Haut. Der Golden Autumn lebt von Tiefe und Wärme – immer begleitet von einer demütigen Zurückhaltung.
Wichtig ist die Verbindung von Tradition und Reduktion.
Der Golden Autumn darf Ornamente tragen, ethnische Muster, Anklänge an Herkunft und Kultur – jedoch niemals laut oder dekorativ um ihrer selbst willen. Alles wirkt wie eine Huldigung an das Leben, an Natur und Herkunft, nicht wie Inszenierung.
Stoffe dürfen fließend und weich sein, dürfen Körper umspielen, ohne ihn festzulegen. Schnitte, die an Kimono- oder Sari-Formen erinnern, funktionieren hervorragend, wenn sie reduziert und würdevoll umgesetzt sind.
Zu klare, zu moderne oder zu sportliche Schnitte wirken schnell fremd. Ebenso alles Grell-Bunte oder rein Modische, das keinen Bezug zu Tiefe und Geschichte hat.
Geeignete Blusenformen
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Hemdbluse (warm, weich, ruhig getragen)
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Überbluse (fließend, körperumspielend)
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Blusen mit Kimono- oder Sari-Anmutung (reduziert, nicht kostümhaft)
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Wickelbluse (ruhig gebunden, würdevoll)
Materialien & Details:
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weiche Naturmaterialien mit Substanz
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matte bis sanft schimmernde Oberflächen
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ethnische Ornamente, traditionelle Muster (zurückgenommen)
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Wärme und Tiefe statt Kontrast
True Autumn
klassisch · erdig · naturverbunden
Der True Autumn steht für Erdung, Stabilität und Naturverbundenheit. Seine Wirkung ist warm, satt und tief – nichts daran ist verspielt oder inszeniert. Dieser Farbtyp verkörpert das Gewachsene, das Verlässliche, das Bodenständige.
True Autumn lebt von echten Materialien, natürlichen Farben und funktionalen Formen. Kleidung darf Substanz haben, darf genutzt aussehen, darf greifen, tragen und schützen. Alles wirkt am stimmigsten, wenn es sich wie ein Teil der Natur anfühlt.
Hier geht es nicht um Eleganz oder Feinheit, sondern um Echtheit und Beständigkeit.
Wichtig ist, dass nichts künstlich oder verfeinert wirkt.
Zu glatte, zu feine oder zu moderne Materialien nehmen dem True Autumn seine Kraft. Auch Ornamente, Romantik oder modische Spielereien passen nicht zu diesem Typ.
Der True Autumn braucht Klarheit und Bodenhaftung. Kleidung soll sitzen, funktionieren und Halt geben. Bewegung ist erlaubt, aber nie schwebend oder weichzeichnend.
Geeignete Blusenformen
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Hemdbluse (klassisch, naturbelassen)
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Safari-Bluse (funktional, robust)
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Jeansbluse (ehrlich, aus kräftigem Denim)
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Überbluse (locker, aber strukturiert)
Materialien & Details:
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Leinen, Baumwolle, Wollmischungen, Denim
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matte, natürliche Oberflächen
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sichtbare Nähte, einfache Knöpfe
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keine Rüschen, keine Volants, kein Zierrat
Indian Summer
gedämpft · warm · nostalgisch
Der Indian Summer ist der sanfte Übergang zwischen Sommer und Herbst.
Er trägt Erdung in sich, aber ohne Schwere. Seine Wirkung ist ruhig, weich und leicht melancholisch – wie spätes Sonnenlicht im Herbst, das alles milder werden lässt.
Dieser Farbtyp lebt von Gedämpftheit und Reife. Farben wirken wie leicht verwaschen, nie klar, nie hart. Nichts schreit, nichts drängt sich in den Vordergrund. Alles scheint schon einmal da gewesen zu sein, getragen von Erinnerung und Tiefe.
Indian Summer hat etwas Nostalgisches, fast Poetisches. Er ist weniger naturroh als True Autumn und weniger kultiviert als Golden Autumn – vielmehr weich, zurückhaltend und still.
Wichtig ist Sanftheit in allem.
Materialien sollten weich fallen, Farben gedeckt sein, Schnitte entspannt wirken. Zu klare Linien, zu starke Kontraste oder zu moderne Strenge wirken schnell fremd.
Indian Summer braucht kein Drama und keine Opulenz.
Er wirkt dann am stimmigsten, wenn Kleidung Ruhe ausstrahlt und Raum lässt.
Geeignete Blusenformen
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Hemdbluse (weich, leicht verwaschene Optik)
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Überbluse (locker, fließend, entspannt)
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Wickelbluse (sanft gebunden, ohne Spannung)
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Carmen- oder Bauernbluse (dezent, ruhig, nicht folkloristisch)
Materialien & Details:
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matte, weiche Stoffe
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sanfte Strukturen
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gedeckte, warme Farbnuancen
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keine harten Kontraste, keine klaren Kanten
Verdant Winter
tief · ruhig · naturbewusst · gewachsen · zeitlos
Der Verdant Winter ist ein Herbst–Winter-Mischtyp mit großer Tiefe und innerer Ruhe.
Die warme Farbkraft des Herbstes bleibt erhalten, wird jedoch durch den Winter dunkler, konzentrierter und schwarzanteiliger. Farben wirken satt und erdig, zugleich still und gesammelt.
Dieser Farbtyp strahlt keine Lautstärke aus, sondern Präsenz durch Ruhe.
Er erinnert an dunkle Wälder, alte Bäume, moosige Steine, Erde mit Geschichte. Nichts wirkt flüchtig oder beliebig – alles scheint Bedeutung zu tragen.
Der Verdant Winter liebt Kleidung, die geerdet ist und gleichzeitig erzählt.
Wichtig ist, dass Kleidungsstücke Substanz und Tiefe haben.
Nicht über Effekte, sondern über Material, Schnitt und Detail.
Der Verdant Winter fühlt sich besonders wohl in historisch anmutenden, nostalgischen Schnitten, die reduziert umgesetzt sind. Formen dürfen an vergangene Zeiten erinnern – ruhig, würdevoll, funktional. Keine Modeerscheinung, kein Trend.
Besonderheiten sind ausdrücklich erwünscht:
aber leise.
Details, die man erst beim zweiten Blick bemerkt.
Ziernähte, handwerkliche Elemente, Stoffe mit Struktur und Haptik.
Kleidung darf sich anfühlen wie ein Erbstück oder ein Teil mit Geschichte, dem neues Leben eingehaucht wurde.
Ausgefallenes, Auffälliges oder Dekoratives widerspricht diesem Typ ebenso wie glatte Perfektion.
Geeignete Blusenformen
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Hemdbluse (tief, ruhig, mit Substanz)
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Überbluse (schlicht, kraftvoll, mit Charakter)
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Safari-Bluse (erdverbunden, funktional interpretiert)
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Jeansbluse (dunkler Denim, hochwertig, ruhig)
Materialien & Details:
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strukturierte Naturmaterialien
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Stoffe mit Griff und Tiefe
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Ziernähte, besondere Webarten, handwerkliche Details
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ruhige Farbigkeit mit Tiefe und Schwarzanteil
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keine Romantik, keine Effekthascherei
Pure Summer
fein · kühl · elegant
Der Pure Summer ist der puristische Sommertyp.
Kühl, klar und zurückhaltend in seiner Wirkung. Seine Ausstrahlung ist ruhig, elegant und unaufgeregt – fast sachlich. Er lebt nicht von Emotion oder Romantik, sondern von Ordnung, Klarheit und Reduktion.
Dieser Farbtyp funktioniert am stärksten dort, wo nichts ablenkt. Farben wirken kühl und fein, Formen klar und kontrolliert. Alles, was verspielt, dekorativ oder nostalgisch ist, wirkt schnell fremd.
Der Pure Summer braucht keine Akzente – seine Stärke liegt im Weglassen.
Wichtig sind klare Schnitte und ruhige Linien. Der Pure Summer verträgt außergewöhnliche Kragen, besondere Ärmel oder interessante Nahtführungen – aber immer strukturiert, ruhig und kontrolliert. Ein Ärmel darf ausgestellt sein, wenn er klar gebaut ist.
Ein Kragen darf ungewöhnlich sein, wenn er präzise sitzt.
Details sind erlaubt, solange sie formklar bleiben und nicht verspielt werden.
Materialien sollten glatt, fein und kühl wirken. Kein Schnörkel, keine Rüschen, keine verspielten Details. Auch Bewegung sollte reduziert sein – Stoffe dürfen fallen, aber nicht fließen oder schwingen.
Zu viel Weichheit, Volumen oder Detailreichtum nimmt dem Pure Summer seine Präzision. Er braucht Struktur – aber in einer leisen, unauffälligen Form.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (klar konstruiert, puristisch)
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Reversbluse (präzise, ruhig)
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Überbluse (geradlinig mit architektonischem Schnitt)
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Wickelbluse (kontrolliert, spannungsfrei)
Details & Gestaltung:
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besondere Kragenformen mit klarer Linie
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definierte Ärmel (z. B. Statement-Ärmel mit Struktur)
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interessante Teilungen oder Nahtführungen
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klare Silhouette ohne Zierrat
Smart Summer
kühl · ruhig · strukturiert
Der Smart Summer ist der markantere Sommer.
Kühl und ruhig in seiner Grundwirkung, aber mit einer deutlichen Tendenz Richtung Winter. Er ist nicht zart, nicht schwebend – sondern klar, gesammelt und präsent.
Im Gegensatz zum Pure Summer darf der Smart Summer mehr Spannung und Stärke zeigen. Seine Farben bleiben kühl und gedämpft, wirken aber intensiver und satter. Dieser Typ braucht keine Weichzeichnung – er verträgt klare Akzente.
Der Smart Summer wirkt intellektuell, ruhig und selbstbewusst.
Wichtig ist Substanz mit Kontrolle.
Der Smart Summer verträgt kleine, bewusst gesetzte Lautstärke: markantere Details, stärkere Formen, klarere Linien. Was beim Pure Summer zu viel wäre, kann hier sehr stimmig sein.
Dennoch sollte alles geordnet und ruhig bleiben.
Grellheit, Kontraste oder spielerische Romantik stören seine Balance.
Materialien dürfen fester sein als beim Pure Summer, Schnitte definierter. Bewegung darf stattfinden – aber klar geführt.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (kühl, klar, etwas kräftiger)
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Reversbluse (markant, strukturiert)
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Polo-Bluse (fein gearbeitet, nicht sportlich-grob)
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Überbluse (ruhig, kontrolliert, mit Substanz)
Details & Gestaltung:
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klarere Kragenformen
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definierte Schultern oder prägnantere Nähte
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reduzierte Muster oder grafische Elemente
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kleine Akzente, die Präsenz geben
360°-Typ
balanciert · gesammelt · souverän
Der 360°-Typ ist der Balancetyp.
Er vereint Anteile aus allen vier Grundfarbtypen – Frühling, Sommer, Herbst und Winter – und kann aus dieser Vielfalt schöpfen. Genau deshalb braucht er eines ganz besonders: innere und äußere Ruhe.
Wenn im Außen zu viel passiert, verliert dieser Typ schnell an Klarheit. Seine Stärke entfaltet er dann, wenn er sich sammelt – und das geschieht über seine Farbpalette und seine Formen. Sie geben ihm Halt, Struktur und einen festen Stamm, an dem alles andere ausbalanciert werden kann.
Der 360°-Typ ist nicht auffällig, um gesehen zu werden.
Er wirkt durch Stimmigkeit und Präsenz.
Wichtig ist Reduktion mit Bewusstsein.
Der 360°-Typ verträgt vieles – aber nicht gleichzeitig. Kleidung sollte ihm Ruhe geben, nicht zusätzliche Reize. Deshalb funktionieren klare Formen, ruhige Linien und eine ausgewogene Farbigkeit besonders gut.
Minimalismus ist hier kein Verzicht, sondern eine bewusste Entscheidung.
Wenn Besonderheit, dann gezielt:
ein besonderes Teil, eine außergewöhnliche Form, ein bewusst gesetzter Akzent – ruhig, souverän und erwachsen.
Der 360°-Typ ist kein Langweiler.
Er ist jemand, der nichts beweisen muss.
Geeignete Blusenformen
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Überbluse (als ruhige Basis, klar und gesammelt)
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Klassische Bluse (zeitlos, ausgewogen)
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Hemdbluse (lässig, aber strukturiert)
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Wickelbluse (clean gestylt, ohne Drama)
Details & Gestaltung:
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klare Silhouetten
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ruhige Farben mit Tiefe
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ein bewusst ausgefallenes Element statt vieler Details
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Ordnung vor Vielfalt
New Winter
klar · kühl · modern-sportlich
Der New Winter ist der zeitgemäße, modernisierte Wintertyp.
Er trägt die Klarheit und Kühle des Winters in sich, wirkt dabei jedoch weicher, sportlicher und zugänglicher als der klassische Winter. Seine Ausstrahlung ist frisch, präsent und aufgeräumt – ohne Strenge.
Im Vergleich zu anderen Wintertypen fehlt ihm das Dramatische oder Opulente. Der New Winter lebt von klarer Modernität, von Reduktion mit Energie. Er ist beweglich, zeitnah und wirkt oft sehr „im Jetzt“.
Wichtig ist Klarheit ohne Härte.
Der New Winter braucht saubere Linien, strukturierte Formen und eine kühle Farbwelt, verträgt aber mehr Lässigkeit als der klassische Winter.
Zu viel Dunkelheit, Schwere oder Dramatik wirkt schnell überzogen. Ebenso unpassend sind verspielte Details, Romantik oder nostalgische Anklänge. Der New Winter ist nicht rückwärtsgewandt – er ist nach vorne orientiert.
Sportliche Elemente funktionieren sehr gut, solange sie hochwertig und klar umgesetzt sind.
Geeignete Blusenformen
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Polo-Bluse (sportiv, glatt, modern)
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Klassische Bluse (minimalistisch, klar)
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Reversbluse (clean, zeitgemäß)
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Hemdbluse (sportlich interpretiert, kühl)
Details & Gestaltung:
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klare Schnitte
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glatte, eher technische oder strukturierte Stoffe
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reduzierte Details
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Frische statt Schwere
Twilight Winter
dunkel · kühl · matt
Der Twilight Winter ist der stille, dunkle Wintertyp.
Kühl in seiner Grundenergie, aber ohne Härte oder Kontrastschärfe. Seine Wirkung ist tief, ruhig und kontrolliert – wie die Stunde zwischen Tag und Nacht, in der alles leiser wird.
Dieser Farbtyp lebt von Dunkelheit mit Zurückhaltung. Farben sind kühl, tief und leicht gedämpft, nie grell, nie leuchtend. Nichts glänzt um Aufmerksamkeit zu bekommen. Alles wirkt bewusst reduziert und nach innen gerichtet.
Der Twilight Winter braucht keine Präsenz über Kontrast – er wirkt über Tiefe und Konzentration.
Wichtig ist Dichte statt Dramatik.
Der Twilight Winter verträgt Dunkelheit, aber keine Härte. Klare Schwarz-Weiß-Kontraste, starke Grafiken oder extreme Linien wirken schnell zu scharf.
Schnitte sollten ruhig bleiben, Materialien Substanz haben. Bewegung ist erlaubt, aber kontrolliert. Romantik, Verspieltheit oder Opulenz passen nicht zu diesem Typ – ebenso wenig sportliche Lässigkeit.
Der Twilight Winter wirkt dann am stimmigsten, wenn Kleidung schützt, sammelt und nach innen führt.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (dunkel, ruhig, clean)
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Wickelbluse (matt wirkend, tief, gesammelt)
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Überbluse (klar, schützend, reduziert)
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Sehr dezente Volantbluse (edel umgesetzt, niemals romantisch)
Details & Gestaltung:
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ruhige, dunkle Farbigkeit
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matte bis dicht wirkende Stoffe
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reduzierte Linienführung
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Tiefe statt Kontrast
Majestic Winter
tief · satt· mystisch
Der Majestic Winter ist der opulenteste aller Wintertypen.
Er trägt Tiefe, Intensität und eine fast geheimnisvolle Ausstrahlung in sich. Seine Wirkung ist nicht kontrastreich wie beim Basic Winter, sondern satt, dunkel und raumgreifend.
Dieser Farbtyp lebt von Fülle mit Tiefe. Farben erinnern an Edelsteine im Schatten – dicht, reich und von innen heraus leuchtend. Der Majestic Winter braucht keine Helligkeit, um gesehen zu werden. Er wirkt über Größe, Dichte und Präsenz.
Er ist kein lauter Typ, sondern ein majestätischer.
Wichtig ist Qualität und Gewicht.
Der Majestic Winter braucht Stoffe mit Substanz, Schnitte mit Raum und Kleidung, die getragen wird – nicht die man „trägt“. Zu Leichtes, zu Sportliches oder zu Minimalistisches nimmt ihm seine Würde.
Er verträgt Drama, aber auf eine reife, kontrollierte Art. Glanz darf sein, wenn er tief ist. Bewegung darf sein, wenn sie getragen wirkt. Dekor darf sein, wenn es nicht verspielt ist.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (schwere Qualität, satt fallend)
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Wickelbluse (dramatisch gebunden, tief)
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Reversbluse (edel, kraftvoll)
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Überbluse (voluminös, ruhig getragen)
Details & Gestaltung:
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Stoffe mit Gewicht und Tiefe
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satte, dunkle Farben
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großzügige Schnitte
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edle Materialien, keine Leichtigkeit
Basic Winter
kühl· klar· kontrastreich· streng
Der Basic Winter ist der klassische, unverfälschte Wintertyp.
Seine Wirkung ist kühl, eindeutig und präzise. Er lebt von klaren Gegensätzen, von Spannung zwischen Hell und Dunkel, von Struktur und Konsequenz.
Im Gegensatz zum Majestic Winter braucht er keine Tiefe oder Fülle.
Im Gegensatz zum Twilight Winter keine Dunkelheit oder Sammlung.
Der Basic Winter wirkt über Kontrast, Klarheit und Linie.
Er ist direkt. Reduziert. Unmissverständlich.
Wichtig ist Eindeutigkeit.
Klare Schnitte, klare Linien, klare Aussagen. Alles, was weich, verspielt, romantisch oder nostalgisch ist, schwächt seine Wirkung.
Der Basic Winter funktioniert am besten dort, wo Kleidung führt, nicht umspielt. Schnitte dürfen streng sein, Formen grafisch, Materialien klar in ihrer Aussage.
Zu viel Bewegung, zu viel Stoff oder zu viel Detail nimmt ihm seine Präzision.
Geeignete Blusenformen
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Klassische Bluse (klar, strukturiert, kontrastreich)
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Reversbluse (scharf geschnitten, präzise)
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Polo-Bluse (klar, strukturiert, grafisch)
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Wickelbluse (grafisch gebunden, ohne Zierrat)
Details & Gestaltung:
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hohe Kontraste (Hell–Dunkel)
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klare Kanten und Linien
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glatte, strukturierte Stoffe
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kein Dekor, keine Romantik, keine Weichheit
Fazit:
Blusen wirken – wenn sie zum Wesen passen
Die richtige Bluse unterstützt nicht nur den Farbtypen, sondern auch die Persönlichkeit. Schnitt, Material und Detailgrad entscheiden darüber, ob ein Look authentisch wirkt oder nicht.
Genau deshalb arbeite ich in meiner Farbberatung nicht nur mit Farben, sondern auch mit Formen, Stilrichtungen und deren Wirkung auf den Menschen. Denn Farbe allein reicht oft nicht aus – erst im Zusammenspiel entsteht wirkliche Stimmigkeit.
Herzlichst,
Eure Frau saw.





