
Dunkle Haare, helle Haut, starke Kontraste – und schon ist die Sache klar: Wintertyp! Aber ist es wirklich so einfach?
Wer im Internet nach prominenten Beispielen für den klassischen Wintertyp sucht, begegnet den unterschiedlichsten Frauen. Von Audrey Hepburn über Anne Hathaway und Elizabeth Taylor bis hin zu Mila Kunis, Selena Gomez oder Kendall Jenner.
Sie alle werden in unterschiedlichen Farbtypsystemen immer wieder der Winterfamilie zugeordnet.
Doch wie aussagekräftig sind solche Einordnungen eigentlich, wenn weder die Naturhaarfarbe noch die tatsächliche Augenfarbe oder der ungeschminkte Teint zuverlässig beurteilt werden können?
Schließlich begegnen uns diese Frauen meist perfekt geschminkt, mit gefärbten oder aufwendig gestylten Haaren und professioneller Beleuchtung.
Frau saw. schaut deshalb lieber etwas genauer hin.
Schneewittchen ist noch lange keine Farbtypdiagnose.
Schwarze oder dunkelbraune Haare, helle Haut und ausdrucksstarke Augen – das klassische Schneewittchen-Bild ist für viele der Inbegriff eines Wintertyps.
Doch bei saw. unterscheiden wir zwischen dem rein kühlen Basic Winter und verschiedenen Winter-Mischtypen.
Nicht jede Frau mit dunklen Haaren und hellem Teint besitzt automatisch die intensive, klare Pigmentierung eines Basic Winter.
Manche bringen warme Anteile mit, andere eine weichere, sommerliche Komponente. Wieder andere benötigen zwar deutliche Kontraste, aber nicht dieselben intensiven Nuancen wie ein rein kühler Winter.
Und genau hier beginnt die Differenzierung.
Vier Jahreszeiten reichen Frau saw. nicht aus.
Seit 2016 arbeitet saw. mit einem eigenen System aus insgesamt 14 Farbtypen.
Denn zwischen einem rein kühlen Wintertyp und einer Farbwelt mit warmen oder sommerlichen Anteilen liegen entscheidende Unterschiede.
Um das zu verdeutlichen, habe ich sechs unterschiedliche Frauen mit ihren jeweiligen Farbpaletten gegenübergestellt.
Was sie gemeinsam haben? Sie könnten aufgrund ihrer äußeren Erscheinung zunächst alle der klassischen Winterfamilie zugeordnet werden.
Was sie unterscheidet? Ihre individuellen Farbwelten – und innerhalb meiner Typologie auch die charakterlichen Eigenschaften, die ich mit diesen Farbwelten verbinde.
Basic Winter – der klassische, rein kühle Wintertyp
In all den Jahren meiner Farbtypberatung ist mir tatsächlich noch kein einziger klassischer Basic Winter begegnet.
Das liegt an der außergewöhnlich intensiven und klaren Pigmentierung, die ich diesem Farbtyp innerhalb meines Systems zuordne.
Als anschauliche Beispiele dienen mir zwei sehr unterschiedliche Erscheinungsbilder: ein Mensch mit sehr dunkler, intensiver Hautpigmentierung oder ein ostasiatischer Erscheinungstyp mit ausgesprochen heller, kühler Haut, nahezu schwarzen Augen und tiefschwarzem, glattem Haar.
Dabei geht es nicht um die ethnische Herkunft als Farbtypmerkmal, sondern um die besondere Intensität und Klarheit der individuellen Pigmente.
Auch charakterlich verbinde ich den Basic Winter mit einer sehr geradlinigen, souveränen und konsequenten Art.
Diese Klarheit und Hartnäckigkeit können sich auch bei anderen Winter-Mischtypen zeigen. Beim Basic Winter sind sie innerhalb meiner Typologie jedoch besonders ausgeprägt.
Klar. Konsequent. Souverän. Ohne Umwege.
Twilight Winter – unser klassischer Schneewittchen-Typ
Der Twilight Winter verbindet Sommer und Winter und entspricht in meiner Typologie am ehesten dem klassischen Schneewittchen-Bild.
Dunkle Haare, helle Haut, sanfte Kontraste innerhalb einer kühlen Farbwelt und eine natürliche, zurückhaltende Schönheit.
Charakterlich verbinde ich diesen Farbtyp mit einer besonders angenehmen, sanften und tiefgründigen Art.
Twilight-Winter-Menschen müssen nicht im Mittelpunkt stehen. Sie besitzen vielmehr eine ruhige Präsenz, die auf andere sehr anziehend wirken kann.
Sie sind feinfühlig, freundlich und bewegen sich gerne in einem harmonischen Umfeld.
Gleichzeitig liegt in ihnen eine gewisse Tiefe, etwas Ruhiges, beinahe Mystisches.
Sanft. Tiefgründig. Still und doch faszinierend.
New Winter – zwischen Sensibilität und Winterkraft
Auch der New Winter verbindet Sommer und Winter. Allerdings treffen hier die klaren Eigenschaften beider Farbwelten aufeinander.
In meiner Typologie ist der New Winter ein spannender Gegensatz.
Auf der einen Seite steht die Sensibilität des Sommers: emotional, feinfühlig, aufmerksam und empfänglich für Stimmungen.
Auf der anderen Seite bringt der Winter eine deutliche Klarheit, Entschlossenheit und Durchsetzungskraft mit.
Manchmal überrascht der New Winter damit nicht nur sein Gegenüber, sondern auch sich selbst.
Je nachdem, welche Seite gerade stärker gelebt wird, können diese Eigenschaften miteinander harmonieren oder in einen inneren Konflikt geraten.
Der sanfte Sommer möchte vielleicht Rücksicht nehmen, während der klare Winter längst weiß, was er sagen oder entscheiden möchte.
Feinfühlig und gleichzeitig erstaunlich direkt.
Genau dieses Spannungsfeld macht den New Winter innerhalb meiner Typologie so interessant.
Majestic Winter – die Verbindung von Frühling und Winter
Der Majestic Winter verbindet die lebendigen Eigenschaften des Frühlings mit der Klarheit und Intensität des Winters.
Seine Farbwelt ist markant, ausdrucksstark und besitzt eine ganz eigene Präsenz.
Hier treffen lebendige, warme Farbanteile auf die kraftvolle Winterfarbigkeit.
Auch im Auftreten verbinde ich diesen Typ mit einer selbstbewussten, ausdrucksstarken und manchmal durchaus provokanten Eleganz.
Der Majestic Winter darf auffallen, ohne sich dabei zu verkleiden.
Markant. Lebendig. Ausdrucksstark.
Verdant Winter – Herbst trifft Winter
Der Verdant Winter verbindet 50 % Herbst und 50 % Winter.
Die Tiefe und Ruhe des Herbstes treffen auf die Klarheit und Konsequenz des Winters.
Charakterlich verbinde ich diesen Farbtyp mit einer außergewöhnlichen Tiefgründigkeit.
Verdant-Winter-Menschen wissen häufig sehr genau, was sie möchten. Aber sie gehen dabei anders vor als ein klassischer Basic Winter.
Der Herbstanteil bringt Ruhe, Bedachtsamkeit und Reflexion in die Winterkraft.
Entscheidungen werden nicht unbedingt schnell oder impulsiv getroffen, sondern sorgfältig abgewogen.
Was tut mir gut? Was ergibt für mich Sinn? Was möchte ich wirklich in meinem Leben?
Diese Fragen stehen für die reflektierende Art, die ich mit dem Verdant Winter verbinde.
Klar in den Entscheidungen. Tiefgründig in den Gedanken. Bedacht im Handeln.
360° – der besondere Mischtyp
Und dann gibt es noch den 360°.
Dieser Farbtyp kann bei dunkelbraunem oder auch blondem Naturhaar, einem kühleren Teint, warmen pastelligen Augen und natürlicher Haarbewegung gelegentlich als Wintertyp fehlinterpretiert werden.
Innerhalb meiner Typologie bringt der 360° aus seinem Winteranteil eine gewisse Klarheit, Selbstständigkeit und ein gesundes Selbstbewusstsein mit.
Interessant ist dabei, dass diese Selbstständigkeit häufig innerhalb eines klaren Rahmens besonders gut zur Geltung kommt.
Der 360° bewegt sich gerne in einer vorhandenen Struktur, kann darin aber eigenständig handeln und Verantwortung übernehmen.
Durch seine sprachliche Ausdrucksfähigkeit verbinde ich mit diesem Typ auch ein Talent für Kommunikation, Präsentationen und das Sprechen vor anderen Menschen.
Selbstständig. Kommunikativ. Selbstbewusst – mit einem Gespür für Struktur.
Dein Farbpass sollte kein Ratespiel sein.
Vielleicht wurdest du bereits als Cool Winter, Deep Winter oder Bright Winter analysiert.
Du besitzt einen Farbpass, kennst deine vermeintliche Farbwelt und möchtest endlich typgerecht einkaufen.
Doch dann merkst du, dass dir manche empfohlenen Farben hervorragend stehen, während andere zu hart, zu kühl oder einfach nicht harmonisch wirken.
Vielleicht greifst du deshalb zu Kleidungsstücken aus mehreren Farbwelten, weil du dich innerhalb deiner bisherigen Einordnung nicht eindeutig wiederfindest.
Genau diese Unsicherheit beobachte ich auch im saw. Concept Shop.
Kundinnen, die nach anderen Farbtypsystemen analysiert wurden, bestellen gelegentlich Kleidungsstücke aus mehreren saw. Farbtypen. Manchmal werden Teile retourniert, weil die Farbe doch nicht wie erhofft steht.
Bei Kundinnen, deren Farbtyp innerhalb meines Systems präzise bestimmt wurde, erlebe ich dagegen, dass Retouren eher wegen Größe, Passform oder Qualität erfolgen als aufgrund der Farbe.
Das ist meine persönliche Erfahrung aus dem Beratungs- und Shopalltag. Sie zeigt mir immer wieder, wie wertvoll eine eindeutige Farbpalette sein kann.
Wenn dir deine Winterfarben nicht stehen, solltest du vielleicht nicht die Kleidung infrage stellen.
Ein tiefes Schwarz, ein kräftiges Rot oder ein intensives Royalblau kann wunderschön aussehen.
Doch was passiert häufig, wenn Menschen sehr intensive Farben tragen, die mit ihrer natürlichen Pigmentierung nicht vollständig harmonieren?
Sie beginnen, sich stärker zu schminken, die Haare dunkler zu färben oder die Kontraste im Gesicht künstlich zu verstärken.
So wird das eigene Erscheinungsbild gewissermaßen an die Intensität der Kleidung angepasst.
Aber genau darum geht es bei einer präzisen Farbtypberatung nicht!
Wir möchten herausfinden, welche Farben uns in unserem natürlichen, ungeschminkten Zustand besonders gut stehen.
Und genau deshalb sind die feinen Abstufungen innerhalb der Winterfamilie so wichtig.
Schaut man sich die Prominenten an, die im Internet als Wintertypen präsentiert werden, begegnet man ihnen meist perfekt gestylt.
Auf dem roten Teppich, mit professionellem Make-up, aufwendig frisierten Haaren und idealer Beleuchtung.
Natürlich kann ein kräftiges Royalblau unter diesen Bedingungen fantastisch aussehen.
Doch wie würde dieselbe Farbe wirken, wenn wir diese Frau morgens ungeschminkt, mit ihrer natürlichen Haarfarbe und bei normalem Tageslicht betrachten?
Erst dann wird deutlich, ob die Farbe tatsächlich mit ihrer natürlichen Pigmentierung harmoniert oder ob das Styling den entscheidenden Ausgleich schafft.
„Die richtigen Farben stehen dir nicht erst dann, wenn du perfekt geschminkt und gestylt bist. Sie stehen dir auch morgens ungeschminkt, wenn du in Pantoffeln den Müll rausbringst.“
— Frau saw.
Und genau das ist für mich der eigentliche Sinn einer Farbtypberatung.
Nicht, dass wir uns den Farben anpassen müssen.
Sondern dass die Farben zu uns passen.
Du brauchst nicht noch eine Farbberatung. Du brauchst ein Fine-Tuning.
Du wurdest bereits als Wintertyp analysiert, bist aber bei manchen Farben noch immer unsicher?
Dann musst du nicht unbedingt noch einmal bei null anfangen.
Genau dafür gibt es das saw. Fine-Tuning.
Hier steigen wir tiefer in die Farbanalyse ein, überprüfen deine bisherige Einordnung und beschäftigen uns gezielt mit den Nuancen, die für deinen individuellen Farbtyp entscheidend sind.
Dabei geht es nicht darum, deine bisherige Beratung grundsätzlich infrage zu stellen.
Vielleicht bestätigt sich dein bisheriges Ergebnis. Vielleicht zeigt sich aber auch, dass du innerhalb des 14-Farbtypen-Systems einer anderen Farbwelt zugeordnet werden kannst.
Am Ende sollst du nicht länger zwischen verschiedenen Farbpaletten schwanken, sondern wissen, welche Farben wirklich zu dir gehören.
Denn dein Farbpass ist kein Ratespiel.
Und Schneewittchen ist noch lange keine Farbtypdiagnose.
Entdecke das saw. Fine-Tuning und finde heraus, welche Farbnuancen wirklich zu dir passen.
Mehr Informationen zum saw. Fine-Tuning
Herzlichst,
Deine Frau saw.





