
Rote Haare, Sommersprossen, braune Haare, braune oder grüne Augen – und schon ist die Sache klar: Herbsttyp! Aber ist es wirklich so einfach?
Der Herbsttyp ist der am häufigsten fehlinterpretierte Farbtyp im klassischen Vier-Jahreszeiten-System.
Doch ein einzelnes Merkmal macht noch keinen Farbtypen aus.
Wenn bei einer Farbanalyse nur vier Jahreszeiten zur Auswahl stehen, muss man sich zwangsläufig für eine davon entscheiden. Auch wenn die individuelle Farbwelt eigentlich viel differenzierter ist.
Frau saw. schaut deshalb lieber etwas genauer hin.
Warum so viele Menschen als Herbsttyp analysiert werden
Im klassischen Vier-Jahreszeiten-System stehen lediglich Frühling, Sommer, Herbst und Winter zur Auswahl.
Doch die menschliche Pigmentierung ist viel differenzierter als vier starre Farbwelten.
Gerade beim Herbsttyp führt das dazu, dass Menschen mit ganz unterschiedlichen Farbmerkmalen in derselben Kategorie landen.
Manche benötigen tatsächlich die warmen, erdigen und satten Herbstfarben. Andere brauchen deutlich sanftere Nuancen, kühlere Anteile, mehr Tiefe oder eine ganz andere Mischung.
Und genau hier beginnt die Differenzierung.
Wir sind unser Farbtyp von Geburt an.
Ich bin überzeugt, dass wir zu unseren eigenen Farben eine natürliche, oft unbewusste Verbindung haben.
Natürlich können uns manche Nuancen zunächst herausfordern. Vielleicht sind wir es nicht gewohnt, bestimmte Farben zu tragen. Vielleicht müssen wir uns erst mit einem neuen Blick auf uns selbst vertraut machen.
Aber wenn du dich mit deiner Farbpalette dauerhaft nicht wohlfühlst, viele deiner empfohlenen Farben nicht tragen möchtest und das Gefühl hast, dass dir bestimmte Nuancen überhaupt nicht stehen, solltest du genauer hinschauen.
Gerade beim Herbsttyp erlebe ich immer wieder Frauen, die nach ihrer Beratung plötzlich auf Schwarz oder kühles Blau verzichten sollen.
Dabei haben sie diese Farben jahrelang gerne getragen und möchten sie eigentlich gar nicht aus ihrem Kleiderschrank verbannen.
Eine persönliche Farbvorliebe allein beweist natürlich noch keine Fehlanalyse. Aber sie kann ein wichtiger Anlass sein, das bisherige Ergebnis zu überprüfen.
Denn vielleicht bist du gar kein reiner Herbsttyp.
Herbst ist nicht gleich Herbst – die Differenzierung nach 14 Farbtypen
Bei saw. unterscheiden wir insgesamt 14 Farbtypen.
Darunter befinden sich verschiedene Herbst-Mischtypen, aber auch Farbtypen, die aufgrund ihrer äußeren Pigmentierung zunächst als Herbst eingeordnet werden, obwohl sie tatsächlich einer anderen Farbfamilie angehören.
True Autumn – der klassische Herbsttyp
Der True Autumn ist der reine, warme Herbsttyp.
Seine Farbwelt ist geprägt von warmen, erdigen und natürlichen Nuancen. Rostrot, warme Brauntöne, Olivgrün, Senfgelb und weitere satte Herbstfarben bilden eine harmonische Einheit.
Hier findet sich der klassische Herbst in seiner ursprünglichen Farbgebung wieder.
360° – der besondere Mischtyp mit sanfter Herbstnote
Der 360° trägt zu einem Viertel Herbst in sich und kann aufgrund seiner natürlichen Pigmentierung zunächst als Herbsttyp wahrgenommen werden.
Seine Farbwelt besitzt eine sanfte, gedämpfte Herbstnote, geht aber weit über die klassische Herbstpalette hinaus.
In Teilen finden sich Parallelen zum Soft Autumn aus dem 12-Farbtypen-System.
Doch der 360° ist deutlich vielseitiger und lässt sich nicht auf eine einzelne Jahreszeit reduzieren.
Verdant Winter – Herbst trifft Winter
Der Verdant Winter verbindet 50 % Herbst und 50 % Winter.
Hier treffen die warmen, ruhigen Eigenschaften des Herbstes auf die kühle Tiefe des Winters.
Und genau das kann für vermeintliche Herbsttypen eine echte Überraschung sein.
Plötzlich gehören auch Schwarz und dunkle, intensive Farben zur eigenen Farbpalette.
Wer bisher als klassischer Herbst analysiert wurde, musste möglicherweise auf genau diese Nuancen verzichten, obwohl sie wunderbar mit der eigenen Farbgebung harmonieren können.
Indian Summer – wenn der Herbst weicher wird
Der Indian Summer ist die Mischung aus Sommer und Herbst.
Die warme, erdige Herbstpalette erhält durch den Sommer eine weichere, sanftere und teilweise pastellige Note.
Auch hier finden sich in Teilen Ähnlichkeiten zum Soft Autumn.
Allerdings ist die individuelle Farbabstimmung entscheidend. Nicht jede gedämpfte Herbstfarbe gehört automatisch zur Farbwelt des Indian Summer.
Golden Autumn – Frühling trifft Herbst
Der Golden Autumn verbindet die lebendigen, warmen Frühlingsfarben mit den satten, erdigen Nuancen des Herbstes.
Im saw. System begegnet uns dieser Farbtyp insbesondere bei Menschen indischer Herkunft. Entscheidend für die individuelle Einordnung bleibt jedoch das Zusammenspiel der natürlichen Pigmente, nicht die Herkunft allein.
Gentle Spring – wenn der vermeintliche Herbst eigentlich Frühling ist
Besonders interessant ist der Gentle Spring.
Dieser Farbtyp wird bei einer klassischen Vier-Jahreszeiten-Analyse mitunter als Herbst eingeordnet.
Erst bei einer differenzierten Betrachtung zeigt sich, dass er eine viel zartere, pastelligere und gedämpftere Farbpalette benötigt.
Teilweise finden sich Parallelen zum Soft Autumn, aber auch zu sanften Farbwelten aus dem Frühlingsbereich.
Der Gentle Spring ist dabei kein Herbst-Mischtyp, sondern besitzt seine eigene harmonische Farbwelt.
Und genau deshalb kann eine klassische Herbstpalette für ihn zu schwer, zu erdig oder zu intensiv wirken.
Dein Farbpass sollte kein Ratespiel sein.
Vielleicht wurdest du bereits als Warm Autumn, Soft Autumn oder Deep Autumn analysiert.
Du hast einen Farbpass bekommen und möchtest dich beim Einkaufen endlich daran orientieren.
Doch dann stellst du fest, dass dir manche Farben hervorragend stehen und andere überhaupt nicht.
Vielleicht kaufst du deshalb weiterhin aus verschiedenen Farbwelten, weil du das Gefühl hast, dass dir in deiner eigenen Palette etwas fehlt.
Genau das beobachte ich auch im saw. Concept Shop.
Kundinnen, die nach anderen Farbtypsystemen analysiert wurden, bestellen gelegentlich Kleidungsstücke aus mehreren saw. Farbtypen.
Und manchmal kommen Teile zurück, weil die Farbe doch nicht so gut steht wie erhofft.
Bei Kundinnen, deren Farbtyp innerhalb meines Systems präzise bestimmt wurde, erlebe ich dagegen, dass Retouren eher wegen Größe, Passform oder Qualität erfolgen als aufgrund der Farbe.
Das sind meine persönlichen Erfahrungen aus dem Beratungs- und Shopalltag. Sie zeigen mir immer wieder, wie wertvoll eine klar definierte Farbpalette sein kann.
Wenn dir deine Farben nicht stehen, solltest du vielleicht nicht die Kleidung infrage stellen.
Nicht jedes Kleidungsstück ist automatisch falsch, nur weil seine Farbe nicht mit dir harmoniert.
Manchmal ist die Nuance zu warm, zu kühl, zu intensiv oder zu gedämpft.
Manchmal fehlt der Farbpalette aber auch ein entscheidender Anteil einer anderen Farbwelt.
Und dann beginnt das ständige Ausprobieren.
Ein bisschen Herbst, ein bisschen Sommer, vielleicht doch etwas Winter?
Dabei sollte eine präzise Farbtypanalyse genau diese Unsicherheit reduzieren.
„Wenn du das Gefühl hast, dich bei anderen Farbtypen bedienen zu müssen, bist du bei deinem eigenen Farbtyp noch nicht angekommen.“
— Frau saw.
Du brauchst nicht noch eine Farbberatung. Du brauchst ein Fine-Tuning.
Du wurdest bereits als Herbsttyp analysiert, bist aber mit deiner Farbpalette nicht wirklich glücklich?
Dann musst du nicht unbedingt noch einmal bei null anfangen.
Genau dafür gibt es das saw. Fine-Tuning.
Hier überprüfen wir deine bisherige Farbtypanalyse und steigen direkt tiefer in die individuellen Farbnuancen ein.
Wir betrachten mögliche Mischtypen, die Unterschiede zwischen warmen und kühlen Farbanteilen und die Feinheiten, die für deine persönliche Farbwelt entscheidend sind.
Vielleicht bestätigt sich deine bisherige Einordnung. Vielleicht zeigt sich aber auch, dass du innerhalb des 14-Farbtypen-Systems einem anderen Farbtypen zugeordnet werden kannst.
Das Ziel ist nicht, dir möglichst viele Farben zur Auswahl zu stellen.
Das Ziel ist, dass du deine Farben kennst und dich sicher in deiner Farbwelt bewegen kannst.
Herzlichst,
Deine Frau saw.





