Farben

DIE FARBE WEIß

16. Januar 2019

Ich werde oft gefragt, wie ich eigentlich dazu kam Farbberaterin zu werden. Farben haben mich schon immer fasziniert. Besonders ihre Geschichten dahinter. Meine erste Geschichte ging über die Herkunft der Farbe Giftgrün. Vielleicht erzähle ich sie dir mal. Heute geht es allerdings erst einmal um die Farbe Weiß.

Die Farbe Weiß steht für den Anfang.

“Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne” (Hermann Hesse)

Sie ist so rein, unschuldig und neu. Ziehen wir in eine neue Wohnung sind die Wände kahl und weiß.

Bevor wir euphorisch den Kochlöffel schwingen, ist unsere Küchenschürze weiß und unversehrt.

Weiß beherrscht die Ordnung.

Die Farbe wirkt makellos und klar, sachlich strukturiert und objektiv, unschuldig und sympathisch.

Im Gegensatz zu Schwarz, ist Weiß fast ausschließlich positiv besetzt.

Die Geschichte des weiße Kragen:

 

In den Zeiten, als es noch keine Waschmaschinen gab und auch die Stofflichkeit der Hemden bei Weitem noch nicht so Pflegeleicht wie heutzutage waren,  konnte man die Manschetten und Krägen separat abnehmen und per Hand waschen. Man, also die Dienstboten natürlich 😉

War beides unversehrt rein weiß, galt dies als Zeichen für Sympathie und Ehrlichkeit, würde- und vertrauensvoll. Diese Person führte sicherlich nichts “schmutziges” im Schilde.

Gerade in vielen beruflichen Bereichen, in denen es besonders um Vertrauen und eine gewisse Autorität geht, hat sich dieses Statussymbol bis heute durchgesetzt. Zum Beispiel bei Ärzten oder Geschäftspartnern.

Wenn es einem also sprichwörtlich “An den Kragen geht” und man Gefahr läuft seine “weiße Weste” zu verlieren, bedeutet dies nichts Gutes!

Weiß ist außerdem sehr reinlich und hygienisch. Daher wird sie oft in Berufen, die eine saubere Arbeitsatmosphäre aufzeigen wollen gerne als Berufskleidung verwendet. So zum Beispiel bei Köchen oder Krankenschwestern.

Die Geschichte des weißen Brautkleides.

Was viele gar nicht wussten: das klassische Brautkleid, dass durch diese unschuldige Farbe symbolisiert wird, ist gerade mal ein bisschen mehr als hundert Jahre alt.

Prinzipiell galt es in den früheren Jahrhunderten als völlig absurd und regelrecht unschicklich, ein Kleid für nur einen einzigen Tag im Leben zu besitzen. Man wählte für diesen besonderen Tag das beste Kleid, dass man besaß.

Da war die Spanne von Rot ( in den Zeiten als diese als reiche Herrscher- und Adelsfarbe galt) bis Schwarz (edel, unifarbene Abgrenzung des Adels vom bunten, flickenbesetzten Fußvolk) groß.

Erst durch Königin Viktoria (ca. 1840) machte das weiße Brautkleid mit ihrem üppigen weißen Brautschleier (in Anlehnung an einen unschuldigen und frommen Nonnenschleier) diese riesige Welle, die bis heute anhält.

Übrigens, für alle unverheirateten, mit Weiß, wird man angeblich öfter angesprochen…sagt man 😉

So, dies war die Farbe Weiß. Stöber doch gerne weiter im saw. Blog und wir sehen uns, wenn du magst, zur nächsten Farbe!

Herzliche Grüße,

Deine Frau saw.

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